Arbeitsmarkt Spanien: Employer Branding für die Generation Z in der Corona-Krise

Junge Spanier zwischen 15 und 25 Jahren treffen die gesundheitlichen und sozioökonomischen Folgen der COVID-19-Pandemie besonders hart. Wie wirkt sich das auf die neue Arbeitnehmergeneration unseres europäischen Nachbarlands aus und mit welchen Faktoren können Arbeitgeber jetzt dort punkten?

Im Laufe der Jahre erleben die Menschen wirtschaftliche, politische und soziale Ereignisse, die sie als Generation definieren. Der Nachkriegsboom für die Babyboomer, der Fall der Berliner Mauer für die Generation X, die Anschläge vom 11. September 2001 und viele andere Terroranschläge für die Millennials sind nur einige Beispiele für einschneidende Geschehnisse, die persönliche Vorstellungen und Einstellungen geprägt haben. Das wirkt sich auch auf die Kriterien aus, die für das künftige Berufsleben als wichtig eingeschätzt werden.

Das Full Moon Team am Standort Madrid hat die momentanen Entwicklungen am spanischen Arbeitsmarkt analysiert (Basis ist u. a. das aktuelle Whitepaper von Adecco) und beschrieben, welche Sorgen und Nöte die Generation Z in Spanien derzeit umtreibt. Wie wirken sich die Ergebnisse auf erfolgreiches Employer Branding aus?

Neue Realität, neue Prioritäten

Für junge Menschen hat die Bedeutung der Familie als „Anlaufstelle für Hilfe und Schutz" zugenommen, auch die Faktoren Religion und spiritueller Halt spielen eine immer größere Rolle. Acht von zehn Jugendlichen halten den Schutz der Natur für ein vorrangiges Thema und 90% die Gleichstellung der Geschlechter.

Soziale Medien sind für junge Spanier eine primäre Quelle der Unterhaltung, aber auch des sozialen Drucks. 25% der Befragten aus neuesten Studien wurden im vergangenen Jahr online angegriffen, misshandelt oder schikaniert. Die Relevanz, die Freunden und Bekannten im sozialen Austausch zukommt, ist von 62% (2017) auf 49% im Jahr 2020 gesunken. Das spiegelt die Bedeutung sozialer Plattformen wider, die auch Arbeitgeber berücksichtigen müssen, um sich im Arbeitsmarkt erfolgreich zu platzieren.

Generation Z und der spanische Arbeitsmarkt

Die Beziehung zwischen Unternehmen und der Generation Z hat sich nicht nur in Bezug auf den Konsum verändert. Unternehmen müssen nicht nur ihre Produkte und Dienstleistungen an neue Wertvorstellungen und Bedürfnisse anpassen, sondern auch verstehen, was junge Talente von ihren Arbeitgebern erwarten. Die Pandemie hat zweifellos nicht nur den Verlauf ihrer Karrieren verändert, sondern auch ihren Eintritt ins Erwachsenenleben.

In Spanien machen die 16- bis 29-Jährigen 13,5% der erwerbstätigen Bevölkerung aus, allerdings fanden bis zum dritten Quartal 2020 nur 2.480 von ihnen eine Anstellung. Es überrascht nicht, dass 52% der befragten jungen Menschen es für sehr wahrscheinlich halten, dass sie auswandern müssen, um ihre Lebensqualität zu verbessern oder besser bezahlte Arbeitsplätze zu finden.

Faktoren für erfolgreiches Employer Branding

Die zwischen 1996 und 2002 Geborenen sind weniger idealistisch als die Millennials. Am Arbeitsplatz schätzen sie Flexibilität, Sicherheit und die Wertschätzung ihrer Arbeit. Junge Menschen wollen stolz auf das Unternehmen sein, dem sie angehören. Es ist für sie relevant, dass sie sich mit den Zielen und kommunizierten Werten ihres Arbeitgebers identifizieren können. Daher ist es unerlässlich, eine Employer-Branding-Strategie zu entwickeln, die zum einen durch konkrete Maßnahmen erkenntlich macht, dass dem Arbeitgeber Wertschätzung und Wohlergehen seiner Mitarbeiter wichtig sind. Zum anderen muss die Unternehmenskultur klar definiert sein und Unternehmenswerte müssen im Berufsalltag authentisch gelebt werden.

Für Unternehmen, die junge Talente anziehen und binden wollen, ist es empfehlenswert, sich zu Themen wie Work-Live-Balance zu positionieren und betriebliche Vorsorgemaßnahmen im Gesundheitsbereich zu etablieren. Für ein gelungenes Employer Branding ist es zudem entscheidend, ein Umfeld zu schaffen, das Vielfalt, Transparenz und berufliche Entwicklungsmöglichkeiten fördert.

Zwischenmenschliche Kompetenz ist eine Schlüsseleigenschaft für zukünftige Führungskräfte, wie 70% der befragten Jugendlichen sagen. Zudem prägt der Wunsch, Kompetenzen durch kontinuierliches Lernen up-to-date zu halten, die Generation Z. Das junge Klientel ist unabhängig und will Alternativen zum klassischen Fulltime-Job. Berufliche Flexibilität, Fortbildungsmöglichkeiten und Anerkennung sind ausschlaggebend. Sich am Arbeitsplatz wertgeschätzt zu fühlen, ist etwas, wonach die meisten Mitarbeiter der Generation Z streben. Die Ergebnisse einer Umfrage aus dem Jahr 2019 zeigen, dass mehr Anerkennung und Benefits 79% der Befragten loyaler gegenüber ihrem Arbeitgeber machen würden. 50% glauben jedoch, dass Manager derzeit starke Arbeitsleistung nicht anerkennen. 51% der jungen Arbeitnehmer sind der Studie von Adecco zu Folge der Ansicht, dass es im Jahr 2050 nicht mehr notwendig sein wird, einen Universitätsabschluss zu haben, um CEO zu werden.

Living Brand Relations wird bei Full Moon großgeschrieben. Wir beraten Sie gerne bei der Frage, wie Sie die junge Generation der Arbeitnehmer in Spanien oder Deutschland mit gezielten Employer Branding Maßnahmen erreichen können.

Kontaktieren Sie:
Katrin Jetter
Senior Consultant  
[email protected]

Weiterführende Informationen finden Sie im Whitepaper „Resetting Normal“ der Adecco Group.

 

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