Employer Branding als Chance in Krisenzeiten

Die andauernde Pandemie mit all ihren Einschränkungen betrifft Arbeitgeber und Arbeitnehmer gleichermaßen und hat die Arbeitswelt nachhaltig verändert. Warum sollten Arbeitgeber insbesondere in Krisenzeiten auf Employer Branding setzen und was sind die aktuellen Herausforderungen im Bereich Recruiting? Katrin, unsere Senior Consultant im Bereich Employer Branding, beschäftigt sich seit über zehn Jahren mit dem Aufbau von Arbeitgebermarken. Ihre größten beruflichen Erfolge sieht sie in zufriedenen Kunden, die durch unseren umfassenden Service mehr Mitarbeiter gewinnen konnten, die zu ihnen passen und die langjährig im Unternehmen bleiben. Katrin fasziniert bei der Employer Branding Beratung am meisten, dass der Mensch im Zentrum aller Überlegungen steht. Denn von authentischem Employer Branding profitieren sowohl Unternehmen als auch Mitarbeiter.

Warum wirkt sich Employer Branding sowohl für Arbeitgeber als auch für Arbeitnehmer positiv aus?
Katrin:
Employer Branding wirkt nicht nur nach Außen, sondern auch innerhalb des Unternehmens. Die Unternehmen schärfen ihren Blick für ihre individuelle Employer Value Proposition (EVP) und sind motiviert, sich zeitgemäß weiterzuentwickeln. Das wirkt sich auf alle Unternehmensbereiche aus – sowohl strategisch als auch organisatorisch. Empfehlenswert sind hier insbesondere regelmäßige Zufriedenheitsumfragen bei den Mitarbeitern und das Aufgreifen der entsprechenden Ergebnisse. Das fördert das Commitment. Wenn Arbeitgeber sich über die Arbeitswirklichkeit ihrer Mitarbeiter Gedanken machen, stehen sie Innovationen und neuen Arbeitsmodellen in der Regel offen gegenüber. Zufriedene Mitarbeiter arbeiten effektiver und motivierter als Arbeitnehmer, die nie nach ihrer Meinung gefragt werden. Potenzielle neue Mitarbeiter haben zudem die Chance, Arbeitgeber – die auf Employer Branding setzen – bereits vor der eigentlichen Bewerbung kennenzulernen. Universitätsabsolventen, Abiturienten, Auszubildende, aber auch Berufserfahrene oder Quereinsteiger, die sich neu orientieren möchten, können auf dem Arbeitsmarkt so wesentlich einfacher einen passenden Arbeitgeber finden, bei dem sie sich wohlfühlen und der vom Mindset zu ihren Bedürfnissen passt. Von Employer Branding profitieren also alle Seiten: Unternehmen, bestehende Mitarbeiter und potenzielle Bewerber.

Wie haben sich die Anforderungen bei der Rekrutierung neuer Mitarbeiter vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie verändert? Und welche Employer Branding Maßnahmen werden dadurch wichtig?
Katrin: Bei vielen Arbeitnehmern regiert auf Grund der wirtschaftlich angespannten Lage die Angst: „Wenn ich jetzt meinen Job kündige und einen neuen beginne, ist er dann sicher?“ Sie bleiben lieber im „sicheren Hafen“ und scheuen sich, dieses Risiko einzugehen. Dieses vorsichtige Verhalten bremst sowohl Arbeitnehmer bei ihrer Entwicklung als auch Unternehmen, bei der Besetzung vakanter Stellen aus. Das Recruiting ist mehr denn je zur Herausforderung geworden! Ebenso stellt das fundierte Onboarding unter Pandemiebedingungen eine Schwierigkeit dar. Denn: Viele Unternehmen arbeiten komplett im Home-Office und der direkte Kontakt fehlt. Es gibt neue Modelle, in denen aus dem Team heraus neue Kollegen gesucht, interviewt und ausgewählt werden. Das soll bereits von Beginn an ein gutes Team-Gefühl erzeugen und bestehendes Personal einbinden. Meiner Ansicht nach ist es jetzt wichtiger denn je, etablierte Mitarbeiter im Recruitingprozess nicht außen vor zu lassen. Insbesondere über Distanz müssen Arbeitnehmer das Gefühl haben, in Entscheidungen einbezogen zu werden. Das fördert die Bindung zum Arbeitgeber. Als wichtigen Bestandteil beim Employer Branding sehe ich daher einen zeitgemäßen Bewerbungs- und Onboarding-Prozess, der die Firmenphilosophie und -werte authentisch spiegeln sollte. Eine durchdachte Kommunikationsstrategie ist dafür essentiell. 
Die Unternehmen sollten diese Umbruchszeit meiner Ansicht nach als Chancen nutzen, ihr Arbeitgeberprofil zu schärfen. Insbesondere, wenn es aktuell weniger Aufträge geben sollte, empfehle ich Firmen, die vorhandene Zeit dafür zu nutzen, sich dem Thema Employer Branding intensiver als bisher zu widmen. Wenn der Markt wieder anzieht, werden sie davon profitieren und effektiver passende Mitarbeiter gewinnen können.

Warum ist es für Unternehmen gerade in wirtschaftlichen Krisenzeiten wichtig, auf Employer Branding zu setzen?

Katrin:
Employer Branding Maßnahmen zielen nicht nur auf die Rekrutierung, sondern auch auf die Bindung und Motivation der Mitarbeiter. In Krisenzeiten ist es wichtig, seine wichtigsten Mitarbeiter weiter zu fördern und sie aktiv ans Unternehmen zu binden. Nur so bleiben Kompetenzträger im Haus. 
Auch Change-Management ist ein wichtiger Punkt im Employer Branding. Sollte ein Unternehmen sich neu aufstellen müssen, ist ein funktionierendes Change-Management elementar wichtig.

Warum ist Employer Branding nicht nur für große Konzerne interessant, sondern auch für kleine und mittlere Unternehmen?

Katrin:
Besonders für die kleinen und mittleren Unternehmen ist Employer Branding wichtig, da sie im großen Teich mit den anderen mitschwimmen und die gleichen High Potentials für sich gewinnen können müssen. Die meisten großen Konzerne setzen bereits auf unterschiedliche Employer Branding Maßnahmen. Damit kleinere und mittlere Unternehmen nicht abgehängt werden, sollten diese ihre Vorteile gegenüber großen Unternehmen herausstellen und auf ihre langjährigen Mitarbeiter als Testimonials setzen. Regional kann man dadurch ein sehr gutes Image aufbauen und zum attraktiven Arbeitgeber werden. Insbesondere Familienunternehmen können durch ihre Nähe zum Mitarbeiter punkten und so eine enge Bindung schaffen.


In welchen Branchen siehst Du aktuell besonderen Bedarf für Employer Branding und warum?

Katrin:
Bei den Branchen Pflege/Krankenhaus sowie städtische Verwaltung. Laut Statistischem Bundesamt arbeiteten 2019 in Deutschland rund 1,7 Millionen Menschen im systemrelevanten Pflegedienst. Hier gibt es zu wenig Personal und die Attraktivität der Arbeitgeber erscheint Arbeitssuchenden momentan nicht besonders groß. Daher benötigen diese Einrichtungen und Institutionen eine umfassende Employer Branding Strategie. 
Außerdem sehe ich Schwerpunkte bei den Zielgruppen IT und Ausbildung. In beiden Bereichen gibt es enormen Bedarf – zum einen nach qualifiziertem Fachpersonal, zum anderen nach Ausbildungsplätzen und Azubis.

Wie kann Full Moon da helfen? Was zeichnet unsere Agentur im Bereich Employer Branding aus? 

Katrin:
Full Moon zeichnet sich durch die Expertise der Kollegen aus. Wir haben Erfahrung bei den verschiedensten Employer Branding Maßnahmen – für den großen, aber auch für den kleinen Geldbeutel. Von Career Pages bis hin zu digitalen Produktionen vor Green Screen oder hybriden Bildungsevents. Wir arbeiten Branchen unabhängig und beraten unsere Kunden mit frischem Blick. Zudem bieten wir durch unsere 360-Grad-Aufstellung Full-Service aus einer Hand – von Analyse, Beratung, konkreter Konzeption bis hin zur Umsetzung und Erfolgskontrolle. Wir sind nahbar, emotional und kundenorientiert!

Liebe Katrin, vielen Dank fürs Interview!
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Katrin Jetter (Senior Consultant)
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