Erfolgreiches Recruiting trotz Corona?

Full Moon Group Employer Branding

Nach der ersten Corona Schockstarre beginnt sich unser Kosmos langsam wieder zu drehen. Trotz des weiterhin vorherrschenden Gefühls des Stillstandes bewegt sich auch in deutschen Unternehmen etwas. Die Krise zwingt zu schnellem Umdenken, stößt Veränderungsprozesse an und lässt kreative Lösungsansätze für neue und alt bekannte Herausforderungen entstehen. Für diese Veränderungen und einen erfolgreichen Weg aus der Krise braucht es kluge Köpfe mit Fachexpertise. Doch wie steht es um die Akquise neuer Mitarbeiter? Ist Recruiting in Zeiten von Corona überhaupt denkbar?

Eine aktuell noch laufende Blitzumfrage des ICR (Institute for Competitive Recruitment) von Wolfgang Brickwedde zeigt, dass Recruiting in der Krise keineswegs stillsteht. Zwar gehen mehr als die Hälfte der über 500 Teilnehmer von einem Rückgang der Neueinstellungen aus und verzeichnen aktuell geringere Bewerberzahlen. Jedoch sprechen sich über 70% für eine stärkere Digitalisierung des Recruitings aus und öffnen sich somit für einen, insbesondere bei KMU lange vernachlässigten, wichtigen Schritt in Richtung Zukunft. Wie kann also Recruiting in Krisenzeiten aussehen? Was gilt es zu bedenken?

Houston #1: Recruiting am Leben halten

In der aktuellen Situation Maßnahmen „on hold“ zu stellen, ist momentan weit verbreitet. Trotz der angespannten Lage sollte das Recruiting allerdings nicht gestoppt werden. Es bedarf einer anhaltenden Suche und einem aktiven Austausch mit qualifizierten Kandidaten, um während und nach der Krise die benötigten Fachkräfte an Bord zu haben. Durch den geringeren Wettbewerb auf dem Markt können Chancen zur Gewinnung von Top-Talenten sogar steigen. Mit Blick auf den Bewerber ist in Puncto Wechselwilligkeit aktuell eher ein Rückgang zu vermuten. Die Krisenlage bietet Arbeitnehmern aber auch die Chance über persönliche Vorstellungen der zukünftigen Arbeitswelt nachzudenken und ihre aktuelle Jobsituation kritisch zu hinterfragen.

Die aktuelle Unsicherheit seitens der Unternehmen aber auch der Bewerber muss in der Kommunikation mit Transparenz und Ehrlichkeit begegnet werden. Nur so kann trotz Krise eine positive Candidate Experience kreiert werden.

Houston #2: Kanäle neu denken

Durch die Einschränkungen der Krise brechen viele der klassischen Kommunikationskanäle wie Jobmessen oder Out of Home plötzlich weg. Jetzt gilt es schnell zu sein und die Kandidaten auf den Kanälen anzusprechen, die aktuell primär genutzt werden. Neben klassischen Online-Portalen ist aufgrund der aktuellen Situation auch eine erweiterte Betrachtung der digitalen Ansprachemöglichkeiten über Social Media, Smart Home oder Adressable TV durchaus zu prüfen. Im Blick behalten sollte man dabei stets die Performance der Kanäle und ihre Kosten-Nutzen Bilanz, um mit dem investierten Budget auch die entsprechende Anzahl qualifizierter Kandidaten zu erreichen.

Houston #3: Prozesse & Maßnahmen digitalisieren

Vor ein paar Wochen oft noch undenkbar werden Vorstellungsgespräche in Form von Videointerviews gerade zur neuen Normalität und verändern Recruitingprozesse langfristig. Natürlich gibt es auch hier aktuell noch viele Herausforderungen und eine Digitalisierung ist nicht in allen Recruitingprozessschritten ähnlich unkompliziert zu implementieren. Im externen Personalmarketing fallen rund 70% aller geplanten Maßnahmen weg und auch beim Onboarding erscheinen digitale Lösungsansätze aktuell nur schwer vorstellbar. Die Suche nach virtuellen Möglichkeiten läuft hier gerade erst an und zeigt uns dennoch die unausgeschöpften Potenziale eines digitaleren Recruitings.

Unser Fazit: Für die Herausforderungen der Krise gibt es nicht die eine Lösung. Aber es gibt einen Weg. Und dieser Weg bringt viele Chancen für ein erfolgreiches Employer Branding der Zukunft mit sich.

Für weitere Fragen zum Thema Employer Branding wenden Sie sich gerne an Ralph Bergmann, ralph.bergmann(at)fullmoon.de.
Erfahren Sie außerdem HIER mehr zu „Houston, we have a solution!“

Gute Arbeitgeberkommunikation während der Krise

Für Arbeitgeber ist die Corona-Krise eine große Herausforderung. Das haben wir in den letzten Wochen überall gelesen und gehört. Die Krise als Chance sehen, Führungsverhalten verändern, New Work leben und Vertrauen in die Mitarbeiter haben. Aber ist das schon alles? Müssen wir die aktuelle Situation nicht ganzheitlicher betrachten? Die Welt dreht sich schnell, heute steht sie fast still. Was sind die Dreh- und Angelpunkte dieser Krise für Arbeitgeber? Und wo müssen Führungskräfte ansetzen, um die Chancen in dieser Krise zu sehen und zu nutzen?

Wenn wir uns die letzten Monate anschauen, stehen viele Unternehmen schon lange vor einer großen Herausforderung. Ein Kampf um qualifizierte Fachkräfte, konkurierend jedoch mit Entlassungen durch die Wirtschaftslage. Für Arbeitgeber ist es eine Herausforderung, sich im Arbeitsmarkt attraktiv zu positionieren und gleichzeitig den Mitarbeitern die Unsicherheit nehmen und sie an das Unternehmen zu binden. Es ist offensichtlich: Employer Branding ist wichtiger denn je. Denn sowohl extern, als auch intern müssen sich Arbeitgeber positionieren und klar kommunizieren.

Als Kommunikationsagentur haben wir in den letzten Wochen viel an diesem Thema gearbeitet. Wir haben die verschiedenen Kanäle und Hebel betrachtet, die ein Arbeitgeber hat, um diese Herausforderungen zu meistern. Unser Fazit: es gibt nicht die eine Lösung. Aber es gibt einen Weg. Das Thema ist sehr vielschichtig. Deshalb legen wir den ersten Fokus auf die Herausforderungen in der aktuellen Krise und auf die Frage, wie sich ein Unternehmen in Zeiten der Unsicherheit und räumlichen Distanz den Spirit bewahren kann, der die Mitarbeiter motiviert, antreibt und verbindet.

Houston #1: Vertrauen zeigen

Kommunikation, Kommunikation, Kommunikation. Nichts Neues, aber ein Hygienefaktor, der unbedingt gegeben sein muss. Der Mitarbeiter ist in einer neuen Situation, das Arbeitsumfeld ist ein anderes, der Job scheint nicht so sicher wie noch vor ein paar Wochen. Fehlende soziale Kontakte und wenig Abwechslung frustrieren. Wir alle haben unser Schicksal gerne in der Hand. Daher ist es wichtig, kontinuierlich den Kontakt zu den Mitarbeitern zu halten. Wägen Sie ab, welche Informationen geeignet sind für eine Kommunikation, denn ständig wechselnde Informationen vermitteln Unsicherheit. Zeigen Sie stattdessen Vertrauen und Zuversicht. Vertrauen in Ihre Mitarbeiter, aber auch in die eigenen Möglichkeiten gestärkt aus der Krise zu kommen. Und heben Sie hervor, wie jeder Einzelne dazu beitragen kann!

Houston #2: Chancen erkennen

Reflektieren Sie die aktuelle Situation und die Auswirkungen, die sie auf den Spirit in Ihrem Unternehmen hat. Versuchen Sie, Chancen darin zu erkennen. Denn diese Krise bringt eine neue gesellschaftliche Solidarität mit sich, die sich auch auf die Arbeitssituation übertragen lässt. Ein florierendes Gemeinschaftsgefühl, kreative Ideen, miteinander in Kontakt bleiben, das Auflösen von räumlichen Grenzen durch digitale Technologien, Inspiration durch den Szenenwechsel, ein neues Mindset für Führungskräfte – all das sind Bewegungen, die auch in Ihren Unternehmen stattfinden. Analysieren Sie diese für Ihr Unternehmen und nutzen Sie sie.

Houston #3: Kreativ werden

Im Home Office sind wir ständig connected, über Mail, Telefonkonferenzen oder Videoplattformen. Aber wie kann Ihr Team auch emotional verbunden bleiben? Im Arbeitsalltag findet das in den Momenten zwischen der Arbeit statt. Beleben Sie diesen Raum! Welche Herausforderungen meistern Ihre Mitarbeiter im Home Office? Was sind ihre persönlichen Highlights? Wie halten sie sich kreativ? Was verbindet ihre Mitarbeiter in dieser Zeit? Es geht nicht nur darum, die anfallende Arbeit gut zu meistern, sondern auch darum den Geist zu unterhalten – und Pausengespräche fortzuführen, nur eben auf eine andere Art und Weise.

Vertrauen zu zeigen, Chancen zu erkennen und kreativ zu werden sind ein Anfang. Wirklich erhalten kann man den Spirit aber nur, wenn man ihn nicht sich selbst überlässt.

Für weitere Fragen zum Thema Employer Branding wenden Sie sich gerne an Ralph Bergmann, ralph.bergmann(at)fullmoon.de.
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Neu bei Full Moon: Senior Consultant Thilo Reutter

Unsere Agentur wächst weiter und hat nun zur Stärkung des Kommunikations-Teams den 40-Jährigen Thilo Reutter ins Boot geholt. Als Senior Consultant liegt sein Schwerpunkt auf den Bereichen Konzeption, Markenkommunikation sowie Public Relations und Social Media. Damit bieten wir unseren Kunden eine ganzheitliche Kommunikation, sowohl online als auch offline.

Der Diplom-Fachwirt für Public Relations kommt von der ebenfalls in Stuttgart ansässigen Agentur follow red. Dort verantwortete er zuletzt Kampagnen unter anderem für Kunden aus den Bereichen Automotive, Fashion sowie Food and Beverage. Bei Full Moon wird er als Senior Consultant seine mehr als 18-Jährige Berufserfahrung vor allem in den Bereichen Beratung, Strategie und Konzeption von Kommunikations- und Content-Marketing-Kampagnen einbringen.

Von seiner Erfahrung bezüglich der Entwicklung und medialen Inszenierung von Marken, Unternehmen und Produkte profitieren unsere Konzepte und Kunden. „Es ist schön, Thilo mit seinem Know-how im Team zu haben. Er bringt sowohl Kontakte zu den entsprechenden Medien mit als auch Erfahrungen in den für uns eher noch jungen Disziplinen Influencer-Marketing und Blogger-Relations“, so Tim Höchel.